Dr. Kristian Immenkamp

 

Dr. med. dent. Kristian Immenkamp hat sein Studium der Zahnmedizin in Freiburg im Breisgau 1999 mit dem zahnmedizinische Staatsexamen beendet.

 

Anschließend promovierte er zum Doktor der Zahnmedizin über das Thema Kallusdistraktion am Unterkiefer. Es folgte eine dreijährige Weiterbildung in der Abteilung für Zahnerhaltung, der Abteilung für Zahnersatz und der Abteilung für zahnärztliche Chirurgie der Zahnklinik Basel / Schweiz.

 

Seit 2003 ist er zurück in seiner Heimat Münster und zusammen mit seinem Vater Dr. Dr. Jürgen Immenkamp in diesen Räumen als Zahnarzt tätig.

 

Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Prothetik (Zahnersatz) und Ästhetische Zahnmedizin.

Dr. Dr. Jürgen Immenkamp

 

Dr. med. Dr. med. dent. Jürgen Immenkamp hat in Münster, München und Erlangen Human- und Zahnmedizin studiert und in beiden Fächern über pathologische Themen promoviert.
Seine Assistenzzeit verbrachte er in den Abteilung für Innere Medizin und der Abteilung für Anästhesie der Uniklinik Erlangen. Daraufhin folgte die kieferchirurgische und prothetische Spezialisierung in der Zahnklinik Erlangen.

 

1974 erfolgte die Niederlassung in eigener Praxis in Zusammenarbeit mit der zahnärztlichen Praxis von Prof. Dr. Dr. Alois Immenkamp und der kieferchirurgischen Praxis von Dr. Edgar Immenkamp.

 

Seit 2004 engagiert sich Jürgen Immenkamp ehrenamtlich in zahnmedizinischen Hilfsprojekten in Brasilien.

Frau Margret Rölver

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin

Frau Natalja Keiler

Zahnmedizinische Fachangestellte und Rezeption

Frau Nazanin Shourei

Zahnmedizinische Fachangestellte

Frau Natalie Herlitz

Zahnmedizinische Fachangestellte

Frau Michelle Pieper

Zahnmedizinische Auszubildende

Frau Lisa Schwabe

Zahnmedizinische Auszubildende

Prof. Dr. med. Dr. dent. Aloys Immenkamp

 

1906 in Münster geboren, verbrachte Aloys Immenkamp seine Jugend- und Schülerzeit in Rheine, wo er 1925 seine Abiturprüfung bestand. Daran schloss sich das Studium der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Medizin in Münster an. Seine Approbation erhielt er als Zahnarzt 1929 und als Arzt 1936. 1929 wurde er unter dem Gründer der Münsteraner Zahnklinik und ersten Ordinarius für die Zahnmedizin, Prof. Apfelstaedt, Assistent an der Klinik und promovierte im gleichen Jahr zum Dr. med. dent. Seine ärztliche Promotion erfolgte 1937.

 

An der Klinik erhielt er unter den Oberärzten Schwieren und Zimmermann eine qualifizierte Ausbildung in der zahnärztlichen Chirurgie und Kieferchirurgie, der er sich vorwiegend zuwendete. 1931 erfolgte die Ernennung zum Oberarzt und 1933 die Habilitation, verbunden mit einem Lehrauftrag für Kieferchirurgie an der Universität Münster. Vom Sommersemester 1934 an vertrat Prof. Immenkamp das Gebiet der Zahnheilkunde in Vorlesungen und Kursen und war Leitender Oberarzt der chirurgischenund gleichzeitig auch der klinisch-prothetischen Abteilung.
Zur Vertiefung seiner kieferchirurgischen Kenntnisse hospitierte er in den Jahren 1935 und 1936 bei Prof. Lindemann an der Westdeutschen Kieferklinik, wo er vor allem die Knochenplastik am Kiefer, die Kieferresektion und die Anästhesie an der Schädelbasis kennenlernte. Besonders wichtig für den weiteren Lebensweg war die Zusammenarbeit mit Prof. Ernst in Berlin, der spezielle Techniken der Gaumen- und Lippenspaltenplastik entwickelt hatte.

 

1938 wurde Prof. Immenkamp Leiter der neu eingerichteten Abteilung für Kieferchirurgie der Raphaelsklinik Münster. 1943 erfolgte die Ernennung zum apl-Professor an der Universität Münster. Seinen Militärdienst leistete er von 1939 bis 1945 als Stabsarzt der Luftwaffe und leitete die kiefer- und gesichtschirurgischen Lazarette in Amsterdam und in Bad Meinberg.
Aus der Zeit bis zum 2. Weltkrieg gingen aus seinem Forschungsgebiet 35 Arbeiten hervor. In seiner Monografie Stellung der Elektrochirurgie im Rahmen der operativen Zahnheilkunde, erschienen im Verlag Hermann Meuser, Berlin 1933, vermittelte er zum ersten Mal in Deutschland den Zahnärzten elektrochirurgische Techniken. In einer weiteren Monografie Die basale und extraorale Leitungsbetäubung im Bereich der Kiefer, die 1940 in der Berlinischen Verlagsanstalt erschien, beschrieb er erstmalig das gesamte Gebiet der extraoralen Betäubungstechniken.
Nach dem Krieg nahm Prof. Immenkamp seine Tätigkeit als Leiter der kiefer- und gesichtschirurgischen Abteilung der Raphaelsklinik in Münster wieder auf. In den folgenden Jahren entwickelte er sich zum international anerkannten Spezialisten auf dem Gebiet der Chirurgie der Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Die Abteilung der Raphaelsklinik verfügte über mehr als 35 Betten für Kinder mit Lippen- und Gaumenspalten sowie bis zu 20 Betten für kieferchirurgisch betreute Männer und Frauen.

 

Prof. Immenkamp pflegte regen Austausch mit seinen Fachkollegen, Prof. Schuchardt in Hamburg, Prof. Richard Trauner in Graz und Prof. Rheinwald in Stuttgart. In Zusammenarbeit mit seinem ausländischen Fachkollegen, Prof. Mclndoe, England, übernahm Prof. Immenkamp die Intubationsnarkose für Säuglinge und Kinder und führte in diesen Jahren bis zu 300 Intubationsnarkosen pro Jahr aus. Aufgeschlossen für Innovationen und operative Techniken und in Zusammenarbeit mit internationalen Spezialisten, u. a. Prof. Redon in Paris, verbesserte er die Methoden der Parotischirurgie sowie der Rhino- und Defektplastiken nach Tumorresektionen im Kiefer- und Gesichtsbereich. Basierend auf den Vorstellungen von Kzajian u. Converse begann er frühzeitig, Kiefer- und Gesichtsfrakturen nicht in der gewohnten Weise von extraoral, sondern enoral durch Osteosynthese und mittels Aufhängenähten zu fixieren. In dieser Zeit entstanden weitere 30 Arbeiten, darunter ein größerer Beitrag im Handbuch der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde über die „chirurgische Kieferorthopädie“.

 

1978 konnte Prof. Immenkamp sein Lebenswerk in der Raphaelsklinik in die Hände seines Sohnes Dr. Edgar Immenkamp legen und widmete sich wieder vermehrt der Zahnmedizin in seiner Praxis in der Klosterstraße 2. Bis über sein 90. Lebensjahr hinaus arbeitete er dort und betreute seine Stammpatienten, später dann zusammen mit seinem Sohn Dr. Dr. Jürgen Immenkamp und seinem Enkel Dr. Kristian Immenkamp.

 

Prof. Aloys Immenkamp ist am 2. November 2007 im Alter von 101 Jahren verstorben.

 

PROF. DR. DR. H.C. D.E. LANGE, UNIVERSITÄT MÜNSTER; DR. K. IMMENKAMP, MÜNSTER